Köcher fürs Bogenschießen: Rücken-, Hüft- oder Seitenköcher?

KaufberatungAktualisiert: 3 Min. Lesezeit

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Ein Köcher ist mehr als nur ein Behälter für Pfeile. Er bestimmt, wie schnell du an den nächsten Pfeil kommst, wie gut deine Pfeile geschützt sind – und bei traditionellen Schützen auch ein gutes Stück vom Stil.

Hier erfährst du, welche Arten von Köchern fürs Bogenschießen es gibt, für wen sich welcher Typ eignet und welche Modelle wir empfehlen.

Die wichtigsten Köcherarten

Seiten- oder Hüftköcher

Der Seitenköcher wird am Gürtel getragen, meist auf der Seite der Zughand. Die Pfeile stecken schräg nach vorn und sind mit einem Griff erreichbar. Moderne Modelle haben mehrere Pfeilrohre (damit sich die Befiederung nicht verhakt) und zusätzliche Taschen für Scheibennägel, Wertungskarten oder Werkzeug. Auf dem Vereinsplatz und bei Turnieren ist der Seitenköcher Standard.

Rückenköcher

Der Klassiker aus Robin-Hood-Filmen. Der Köcher hängt über der Schulter, die Pfeile werden über die Schulter gezogen. Rückenköcher sind bei traditionellen Schützen und im 3D-Parcours beliebt, weil sie im Gelände nicht an der Hüfte schlagen. Nachteil: Im dichten Unterholz können die herausragenden Pfeile an Ästen hängen bleiben.

Taschenköcher

Ein kleiner Köcher, der in die Gesäßtasche gesteckt oder an den Gürtel geklipst wird. Er fasst nur wenige Pfeile – genug für eine Station im 3D-Parcours, wo meist nur ein bis drei Pfeile geschossen werden.

Bogenköcher

Wird direkt am Bogen befestigt. Vor allem bei Jagdbögen in anderen Ländern verbreitet; im Sport- und Hobbybereich in Deutschland eher selten.

Pfeilrohr

Ein stabiles Rohr zum Transport und zur Aufbewahrung. Zum Schießen selbst ist es nicht gedacht, schützt die Pfeile aber zuverlässig im Auto oder in der Bogentasche.

Worauf du beim Kauf achten solltest

  • Länge: Der Köcher muss zur Pfeillänge passen. Die Befiederung sollte oben herausschauen, die Spitzen dürfen aber nicht durch den Boden stoßen.
  • Kapazität: Für das Training reichen 6–12 Pfeile, beim Turnier werden meist 3 oder 6 Pfeile pro Durchgang geschossen.
  • Hand: Seitenköcher gibt es für Rechts- und Linkshänder. Getragen wird er in der Regel auf der Seite der Zughand.
  • Material: Nylon ist leicht und pflegeleicht, Leder langlebig und traditionell.
  • Pfeilrohre: Mehrere getrennte Rohre verhindern, dass sich Befiederungen gegenseitig beschädigen.

Empfehlenswerte Köcher

Für den Verein

Sunya Seitenköcher mit 3 Pfeilrohren und Taschen

Ideal für: Recurve- und Compoundschützen auf dem Vereinsplatz (Rechtshand)

Ein klassischer Sport-Seitenköcher: Drei Rohre halten die Pfeile getrennt, und in den Taschen finden Tab, Wachs, Stift und Wertungskarten Platz. Ideal für alle, die regelmäßig im Verein trainieren.

  • 3 Pfeilrohre für 12–16 Pfeile
  • 2 Reißverschlusstaschen, Halter für Zubehör
  • Ab ca. 10 Jahren geeignet
  • Nur für Rechtshänder
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Budget

Elong Hüft- und Rückenköcher

Ideal für: Einsteiger und Jugendliche

Ein günstiger Allrounder aus Nylon, der sich wahlweise an der Hüfte oder auf dem Rücken tragen lässt. Für Einsteiger und Kinder eine unkomplizierte Lösung.

  • Für bis zu 30 Pfeile
  • Als Hüft- oder Rückenköcher tragbar
  • Gurt von ca. 38 bis 86 cm verstellbar
  • Einfache Verarbeitung
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Traditionell

elToro Rückenköcher aus Echtleder

Ideal für: Langbogen-, Reiterbogen- und Parcoursschützen

Ein schöner, robuster Rückenköcher aus schwarzem Leder mit rotbrauner Einfassung – ein Stück Ausrüstung, das man jahrelang nutzt und gern zeigt. Mit ca. 50 cm Länge passt er für übliche Pfeillängen.

  • Stabiles Glattleder mit Ziernähten
  • Verstellbarer Dreipunkt-Gurt
  • Große Öffnung (14 cm)
  • Im dichten Unterholz manchmal hinderlich
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Bearpaw Taschenköcher „Slide-In“

Ideal für: 3D-Parcoursschützen

Der Taschenköcher ist der Geheimtipp für den Parcours: klein, leicht und trotzdem aus schönem Leder. Einfach in die Gesäßtasche stecken oder am Gürtel befestigen.

  • Wild- und Glattleder
  • Für 6–8 Pfeile
  • Einfach in die Hosentasche stecken
  • Nur für wenige Pfeile
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Zum sicheren Transport der Pfeile empfehlen wir zusätzlich ein ausziehbares Pfeilrohr (62–105 cm) von BSW, das bis zu 16 Pfeile aufnimmt.

Welcher Köcher für wen?

SchützeEmpfehlung
Vereins- und TurnierschützeSeitenköcher mit mehreren Rohren und Taschen
Einsteiger, Jugendlicheeinfacher Hüftköcher aus Nylon
Traditioneller SchützeRückenköcher aus Leder
3D-ParcoursTaschenköcher oder kurzer Rückenköcher
TransportPfeilrohr

Häufige Fragen

Auf welcher Seite trägt man den Köcher?

Seitenköcher werden meist auf der Seite der Zughand getragen – bei Rechtshandschützen also rechts. Manche Schützen bevorzugen die andere Seite; wichtig ist, dass man die Pfeile ohne Verrenkung greifen kann.

Wie viele Pfeile gehören in einen Köcher?

Für das Training 6 bis 12. Bei Turnieren werden meist 3 oder 6 Pfeile pro Durchgang geschossen, dazu kommen ein bis zwei Reservepfeile.

Ist ein Rückenköcher unpraktisch?

Im Parcours und für traditionelle Schützen ist er sehr beliebt. Im Verein, wo man lange steht und viele Pfeile schießt, ist ein Seitenköcher meist bequemer.

Ein schöner Köcher ist übrigens auch ein tolles Geschenk – mehr dazu in Geschenke für traditionelle Bogenschützen.

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